Konzeptionelle Aussagen zur Eingangsstufe

Konzeptionelle Aussagen zur Eingangsstufe der HBS   

Seit dem Schuljahr 2012/2013 steht die Eingangsstufe am Beginn der Unterstufe und umfasst jahrgangsübergreifend die Klassen 1, 2 und 3. In dieser Eingangsstufe, die sich momentan in die ES A (7 SuS), ES B (8 SuS) und ES C (6 SuS) gliedert,  verbleiben die Schüler- und Schülerinnen drei Jahre vom Beginn der Einschulung an.  Danach werden sie aus allen drei Eingangsstufenklassen in einer neuen Klasse 4 zusammengefasst. Die Eltern der zu wechselnden Schüler/-innen werden vorher in Gesprächen darüber in Kenntnis gesetzt. In einem Brief werden die Eltern der neuen Einschulungskinder vorab über das Prinzip der jahrgangsgemischten heterogenen Lerngruppen informiert. Die neuen Erstklässler werden zu Schuljahresbeginn nach den Kriterien  Sprachvermögen, Soziales Verhalten, Pflege- und Rollstuhlbedarf sowie natürlich  dem Leistungsbezug (s. Einschulungsgutachten) möglichst gleichmäßig auf die bestehenden drei Eingangsstufenklassen verteilt.  Die Projektwoche zu Beginn dieses Schuljahres wurde innerhalb der Unterstufe zum Thema „Wir lernen uns kennen“ genutzt. Ein Raum im Unterstufenbereich dient u.a. als Raum für Stationen- und Projektarbeit oder als Differenzierungsraum für alle Eingangstufenklassen. 

Schülerinnen und Schüler der Eingangsstufe, welche auf Grund von Entwicklungsverzögerungen und körperlich und motorischen Beeinträchtigungen häufig noch große Probleme haben, sich auf schulische Inhalte einzulassen, erhalten in der Eingangsstufe eine Förderung , die speziell auf ihre Bedürfnisse und die Verbesserung von basalen Entwicklungsbereichen ausgerichtet ist. Die Förderschwerpunkte umfassen die Bereiche Wahrnehmung und Motorik, Kommunikation, Soziales Lernen, Entwicklung von  Selbstvertrauen und Handlungskompetenz und Aufbau von Lern- und Arbeitsverhalten. Damit  sollen die Grundlagen  geschaffen werden, um sich darauf aufbauend Inhalten im Sinne eines herkömmlichen Anfangsunterrichtes mit den Lehrgängen in Deutsch und Mathematik zuwenden zu können. 

Folgende Elemente kennzeichnen den Unterricht in der Eingangsstufe:

  • Handlungsorientierter, ganzheitlicher Unterricht mit Lerninhalten im kognitiven, sensomotorischen und emotional-sozialen Bereich   
  • Arbeit nach individuellen Wochenplänen entweder im Klassenverband oder in Kleingruppen
  • Vorbereitete Lernumgebung mit Freiarbeitsangeboten und Montessorimaterialien
  • Ritualisierter Anfang im Stuhlkreis mit einem „Chef des Tages“, der zuständig ist für die Erstellung von Datum, Stundenplan und „Gesprächsleitung“    
  • Gemeinsame Unternehmungen der gesamten Eingangsstufe wie Projekte, Ausflüge, Unterstufenchor, gemeinsamer Fachunterricht (z.B. in Religion, Schwimmen), gemeinsame Freizeiten und Feste (Gartenfest)  
  • Regelmäßiger Austausch der Kollegen/-innen der Eingangstufe durch Pausenbesprechungen, Fach- und Stufenkonferenzen, gemeinsamen Fortbildungen, Austausch von Materialien 

Erfahrungsbericht über die Arbeit in der Eingangsstufe

  • Heterogene Klassenzusammensetzung mit Schuljahrgangsspanne von 1-3 hat sich als Bereicherung im Sinne eines inklusiven Lernens bewährt
  • Die Integration von neuen noch schulunerfahrenen Kindern in die bereits bestehende Klassengemeinschaft erfolgt innerhalb von kurzer Zeit  
  • Schüler gehören sowohl der Klassengemeinschaft als auch dem Eingangstufenverband an und haben damit zwei Bezugsgruppen. Es entstehen Freundschaften über den Klassenverband hinaus  
  • Es wird ein größeres Lernen voneinander ermöglicht, sowohl in Bezug auf Lernstoff, Methoden, Abläufe als auch hinsichtlich des sozialen Miteinanders
  • Erhöhte Möglichkeit der älteren Schüler Verantwortung zu übernehmen, Hilfestellung zu leisten, Motivation und Selbstbewusstsein  aufzubauen  

Angedachte Evaluation der Arbeit in der Eingangsstufe

Für Verteilung der neuen Erstklässler Rückmeldung der Kollegen mit Einschulungsgutachten für HBS wichtig

Gutachten müssen aussagekräftig sein in Bezug auf Leistungsbezug, Unterstützungs- und Pflegebedarf und Besonderheiten der neuen Erstklässler in Sprache, Verhalten etc.

Gemeinsame Planung, Reflektion, Fortbildung innerhalb der Eingangsstufenteams wünschenswert, um Abläufe im Sinne eines vereinheitlichen „Classroom-Managements“ anzugleichen (Beispiel einheitliche Freizeit-/ Pausenregelung, gemeinsamer Spielzeugtag etc.) Erleichtert auch den Fachunterricht und die Vertretung untereinander   

Geplante Einführung  des LUBO- Schultrainings zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen in allen drei Eingangsstufenklassen

 

 

 

 

 

 

 

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